Hertz kauft Konkurrenten auf
Auf dem amerikanischen Mietwagenmarkt wird es demnächst einen größeren Zusammenschluss zweier Unternehmen geben. Die Autovermietung Hertz will den Konkurrenten Dollar Thrifty für etwa 1,2 Milliarden Dollar, umgerechnet 900 Millionen Euro aufkaufen und seinen Standpunkt in den USA festigen. Dies berichtet derzeit auch die WELT.
Strategisch ist der Hertz-Chef Frissora laut eigener Meinung auf dem richtigen Weg, denn der Zusammenschluss passt ihm hervorragend. Gemeinsam könnten sich die beiden Unternehmen noch besser gegen die vorherrschenden Konkurrenten durchsetzen. Weltweit besitzt Dollar Thrifty etwa 1.550 Mietwagenstationen. Der Geschäftswert würde sich daher etwa auf 1,6 Milliarden belaufen. Seit dem Jahr 2007 gab es keine größeren Fusionen mehr im Bereich der Mietwagen. Dies könnte Hertz jetzt mit der neuen Übernahme beendigen. Das Unternehmen will sich auf Kunden orientieren, die in der Freizeit Mietwagen nutzen. Zwar ist der Zweig der Geschäftsleute ebenso groß, doch das Wachstumspotenzial ist bei den privaten Anmietungen wesentlich interessanter und mit einer steigenden Tendenz versehen.
Scheinbar möchte Hertz die bestehende Krise mit einem Zukauf des Unternehmens lösen. Beim amerikanischen Anbieter sind bereits die meisten Kunden auch Privatkunden, weswegen Hertz an diesen Markt anknüpfen will. Das Unternehmen soll festgestellt haben, dass die Menschen in diesem Jahr wieder mehr verreisen, und hat den Zukauf daher genau geplant. Mit der Fusion würde Hertz in den USA mit einem börsenorientierten Unternehmen konkurrieren, da sich Dollar Thrifty an der Börse befindet. Hertz beobachtet das Unternehmen schon seit einer geraumen Zeit. 80 Prozent der Kaufsumme werden bei Übernahme dann in bar gezahlt und 20 Prozent gehen in eigene Aktien. Dann soll das Unternehmen jedoch von der Börse genommen werden.
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